In unserem Straßenkinderprojekt in Uganda
leben derzeit 15 männliche Kinder und
Jugendliche. Sie alle haben jahrelang ein von
Gewalt und Drogen geprägtes Leben auf der
Straße geführt. Das Zusammenleben im Haus
ist für sie eine ganz neue Erfahrung. Das
Gefühl, ein Zuhause zu haben, ist für die
Kinder sehr wichtig. Die größten Schwierig-
keiten bilden die Drogenabhängigkeit und das
Befolgen von Regeln. Zuvor haben sie ein un-
abhängiges Leben geführt und jeden Tag um
ihr Überleben gekämpft. So fällt es ihnen am
Anfang immer sehr schwer, sich aktiv in die Gemeinschaft mit einzubringen.
Betreut werden die Kinder durch einen Sozialarbeiter, der mit
ihnen im Haus lebt. Desweiteren wohnen 2 Wachmänner im
kleinen Nebengebäude. Wachmänner sind in Uganda nicht un-
üblich.
Alle Jungs besuchen die Schule oder machen eine Ausbildung.
Außerdem werden sie von einem Privatlehrer unterrichtet, um
Englischkenntnisse zu verbessern und gegebenenfalls Nachhilfe-
unterricht zu erhalten.
An den Nachmittagen können die Kinder ihre Freunde treffen oder an unseren Workshops teil-
nehmen: Der Sozialarbeiter bietet einen Theaterworkshop an. Bei diesem können die Kinder ver-
gangene Gewalterlebnisse oder andere erlebte Probleme verarbeiten. Alex, ein ehemaliger Be-
wohner unseres Projekts, bietet einen Tanz- und Musikworkshop an. Hier erlernen die Kinder
traditionelle Tänze und Instrumente. Auf diese Weise erleben sie aktiv ein wichtiges Kulturerbe ihrer
Heimat. Unsere Praktikanten bieten verschiedene kreative Workshops an. So zum Beispiel das
Basteln von Perlenketten und anderem Schmuck, welcher dann zu Gunsten des Projekts verkauft
wird. Die Kinder gehen außerdem mehrmals wöchentlich Fußball spielen.
Jedes Kind trägt die Verantwortung über seine Habselig-
keiten. Außerdem sollen sie sich aktiv in das familiäre
Zusammenleben im Haus mit einbringen. So haben sie
unterschiedliche Aufgaben und reinigen regelmäßig
gemeinsam das Haus sowie das kleine Grundstück. Sie
helfen auch beim Kochen, Abwaschen und Einkaufen. Das
stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und erfüllt sie
mit Stolz, solche Aufgaben erfüllen zu dürfen.
Wer uns finanziell helfen will:
Spendenkonto - Hoffnung Spenden e.V.: 500 816 108
BLZ: 100 100 10 (Postbank)